Die Debatte über Donald Trump beinhaltet mittlerweile auch graphologische Analysen seiner Unterschrift, etwa durch Frau Iris Meier (Schweiz), Katharina Rehm (Deutschland) oder Tracy Trussel (Großbritannien).

Die Unterschrift freilich ist etwas anderes als ein geschriebener Text, sie hat eine besondere Funktion.

Unter private Briefe gesetzt, im allgemeinen dann ohne den Familiennamen, ist sie üblicherweise identisch mit der sonstigen Schrift, es geht um eine persönliche Mitteilung. Lesbarkeit ist dabei eine mehr oder weniger bewusste Intention mit mehr oder weniger hoher Zielerreichung.

Die Unterschrift im Berufsleben hat keine persönliche Note. Sie unterliegt oftmals nur der Intention der Effektivität, hat also schnell herstellbar zu sein, hat einen Wiedererkennungswert aufzuweisen und sollte so fälschungssicher wie möglich sein, sie ist schon von daher eher nicht identisch mit der üblichen Schreibschrift. Eine Unterschrift bildet zudem einen nur sehr geringen Umfang an Schriftprobe und somit auch an Schriftmerkmalen.

Die Unterschrift des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika auf den Dekreten scheint eine solche zu sein, die der Schreibschrift entspricht. Wenn dem so ist, dann darf gesagt werden, dass Donald Trump ausschließlich persönlich ist, dass er
sich, dass er sein Sein stets unverstellt einbringt, dass er damit einen sehr hohen Aufmerksamkeitsanspruch und sehr hohen Geltungsbedarf in sich trägt, dass Eigenschaften also sein eigen sind, die zum Beispiel für Feinfühligkeit, Rücksicht und Transzendenz eher nicht stehen.

Unterschrift

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