Stellen wir uns ein Unternehmen ohne Menschen vor. Wir sehen dann etwa ein Grundstück mit Gebäuden, Büros, Werkhallen, Lagern, Einrichtungen, Werkzeugen, Maschinen, Kraftfahrzeugen und alle weitere Art von Technik. Zu sehen sind also ausschließlich materielle Gegenstände, abstrakt betrachtet haben wir eine Summe von Systemen innerhalb eines oder mehrerer Systeme und im einzelnen mit oder ohne Subsystem. Das Ganze, wieder materiell betrachtet, steht einfach so da.

Ein Blick in die Natur sagt uns, dass nichts nur für sich da ist, selbst im Falle der Parthenogenese nicht. Einen Selbstzweck gibt es nicht, so auch nicht im etymologischen Sinn. Und natürlich gilt das auch und gerade für von Menschenhand Geschaffenes. Ein Unternehmen hat keinen Existenzgrund aus sich heraus.

Funktionen sind in unserem Bild bisher nicht zu beobachten. Also erweitern wir das Denkspiel und fügen Strom und Steuerung hinzu. Wo aber Funktionen ausgelöst werden, da gibt es auch Produkte. Und nun bekommt das Ganze schon Sinn und Zweck.

Freilich, ohne den Menschen gäbe es weder eine Steckdose noch die Auslösung und Steuerung von Funktionen in und zwischen den von ihm geschaffenen Dingen. Er ist also da. Fügen wir ihn unserem Bild hinzu. Nun sind Sinn und Zweck eines Unternehmens evident. Denn allein der Mensch ist das Maß der Dinge. Menschen schaffen und betreiben ein Unternehmen, um dem Menschen zu dienen, direkt oder indirekt. Unternehmen bestehen allein deshalb.

Dennoch gibt es Menschen in Unternehmen, die denken mehr an sich als an die Aufgabe des Unternehmens und den Erfolg der Belegschaft oder der Kollegen.

Dennoch gibt es dort Menschen, die kümmern sich mehr um Einsparungen als um die Umsätze von morgen und übermorgen.

Dennoch gibt es dort Menschen, die kümmern sich mehr um ihre rhetorischen Fähigkeiten als um ihre soziale Kompetenz.

Dennoch gibt es dort Menschen, die kümmern sich mehr um Arbeitskreise als um Entscheidungsfindung.

Dennoch gibt es dort Menschen, denen die Gegenwart wichtiger ist als Vergangenheit und Zukunft.

Handelt es sich bei diesen Menschen um die Köpfe oder Einzelne der Führungsmannschaft, dann ist das höchst bedenkenswert.

Handelt es sich bei diesen Menschen um Einzelne der Belegschaft, dann ist das bedenkenswert genug, denn jene repräsentieren das Unternehmen mitunter sehr viel unmittelbarer als die Mitglieder der Führung.

Handelt es sich bei diesen Menschen um Einzelne, die gezielt Druck und Intrige zum Vorteil der eigenen Karriere ausüben, dann ist das ebenfalls höchst bedenkenswert.

Offenkundig ist Personalauswahl, vor allem die Auswahl von Führungskräften, von Spezialisten und von Mitarbeitern mit aufgabenbegründet hoher Intensität in der Kommunikation, nicht nur eine sehr spezifische Aufgabe, sie ist vor allem eine Aufgabe mit kardinaler Bedeutung für das Klima im Hause, die Ausstrahlung nach außen und – nicht zuletzt – für sämtliche organisatorischen Maßnahmen.

 

 

Unternehmensanalyse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung. Falls Sie damit nicht einverstanden sind, klicken Sie bitte auf verweigern. Ich stimme zu. Verweigern
512