Die Debatte über Donald Trump beinhaltet mittlerweile auch graphologische Analysen seiner Unterschrift, etwa durch Frau Iris Meier (Schweiz), Katharina Rehm (Deutschland) oder Tracy Trussel, Großbritannien.
Die Unterschrift freilich ist etwas anderes als ein geschriebener Text, sie hat daher eine besondere Funktion. Unter private Briefe gesetzt, im allgemeinen ohne den Familiennamen, ist sie üblicherweise identisch mit der sonstigen Schrift, denn es geht um eine persönliche Mitteilung. Lesbarkeit ist dabei eine mehr oder weniger bewusste Intention mit mehr oder weniger hoher Zielerreichung.
Die Unterschrift im Berufsleben hat keine persönliche Note. Sie unterliegt oftmals vor allem der Intention der Effektivität, sie hat also schnell herstellbar zu sein, sie hat einen Wiedererkennungswert aufzuweisen und sie sollte so fälschungssicher wie möglich sein, sie ist von daher eher nicht identisch mit der üblichen Schreibschrift.
Eine Unterschrift bildet zudem einen nur sehr geringen Umfang an Schriftprobe, es stellt sich daher die Frage nach der Repräsentativität der Schriftmerkmale und damit der Haltbarkeit einer Analyse.
Nun gibt es Menschen, die unterschreiben stets gleich, sei es auf privaten Briefen, im Berufsleben, auf Überweisungsträgern, auf Ausweispapieren oder Kreditkarten. Diese Unterschriften aber entsprechen nicht zwangsläufig der üblichen Schreibschrift.
Und freilich gibt es Unterschriften, die den Schluss zulassen, dass sie der üblichen Schreibschrift entsprechen, sie sind dann durchaus einer Analyse bedingt zugänglich. Die Unterschrift des Präsidenten scheint eine solche zu sein.

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